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GEZ

Kai 21. Januar 2009

Die GEZ ist ja eine dieser Einrichtugen bei denen man reflexartig erstmal: “och nööö, bloß nicht” ruft. Das Problem daran ist, dass wenn GEZ gesagt wird immer “fieße Gebühreneintreiber” verstanden wird. Ein fundamentales Missverständnis also. Natürlich sind die Eintreibemethoden der GEZ grenzwertig und vor allem nervig.
Der Schaden den diese Eintreiber anrichten ist allerdings viel größer, sie vermitteln nämlich das Bild einer Behörde, die eigentlich nichts weiter tut als uns das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Tatsache ist doch das wir die GEZ eigentlich brauchen. Ohne sie würde Fernsehen vermutlich komplett in der Irrelevanz versinken.
In meiner eigenen Wohnung habe ich keinen Fernseher. Sendungen die ich gerne sehen möchte schau ich mir in einer der Online-Mediatheken an oder benutze onlinetvrecorder um mir die Dinge aufzuzeichnen.

Nun habe ich ein paar mal im Jahr wenn ich meine Eltern besuche das “Vergnügen” Kabelfernsehen gucken zu können. Himmel hilf! Wer guckt den Scheiß? Ich meine es ist ja nicht so, dass dort ein paar schlechte Sendungen oder Filme kommen würden. Nein, eigentlich kommt die weitaus überwiegende Zeit Blödsinn (da hatte der Ranicki tatsächlich Recht).

Die paar wirklich guten Dinge im Fernsehen laufen auf öffentlich-rechtlichen Kanälen. Dazu gehört z.B. ARD-Aktuell (die machen unter anderem Tageschau und Tagesthemen) oder der Tatort (ja, ich weiß das die stark schwankende Qualität haben).
Für die 2-3 guten Dokus und oben genannte Sendungen, die ARD und ZDF im Monat so bringen, dürfen die von mir auch gerne weiter ihr Mutantenstadl produzieren. Im übrigen kostet das wahrscheinlich eh nicht so sehr viel.
Natürlich wird viel Geld verschwendet. Das ist gar nicht zu vermeiden wenn Einrichtungen zu groß werden. Warum z.B. bei jedem sportlichen Großereignis, immer beide Sender mit einem kompletten Studio (und Team) anrücken müssen, wird sich mir wohl nie erschließen. Trotzdem sollte jeder der in Stammtischmanier eine Abschaffung der GEZ fordert, zunächst einmal überlegen was das tatsächlich für folgen hätte.

Heute kann es sich ein gebühren finanzierter Sender erlauben auch Randgruppen zu bedienen und alternative Filmemacher zu unterstützen ohne das ein großer Flop gleich den ganzen Sender gefährdet. Das ist gut so. Nur so können neue Formate entstehen. Das einzige Problem ist das ARD und ZDF viel zu selten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen und immer wieder, die immer gleichen Shows produzieren. Für meinen Geschmack wird mit den Gebühren noch viel zu vorsichtig umgegangen. Immer auf altbewährte Konzepte zu setzen die irgendwann auch niemand mehr so wirklich sehen will, dafür zahle ich keine Gebühren. Gut die 3. Kanäle versuchen des öfteren etwas anders zu machen und gute Ideen zu produzieren. “Hart aber fair” ist so ein Beispiel oder “Quarks und Co.”, wobei ersteres ja mittlerweile (zu Recht) zur besten Sendezeit in der ARD zu sehen ist.

Ohne Gebühren würden wir vermutlich von “Werbezielgruppen” gerechtem Fernsehen erschlagen. Popstars, Deutschland sucht den Superstar, die Superirgendwas,… damit lässt sich zwar Geld verdienen, gutes Fernsehen ist es aber meiner Meinung nach deswegen noch lange nicht.

Google Chrome

Kai 2. September 2008

Google hat jetzt auch einen Browser: Google Chrome
Nachdem ich heute Nachmittag den Comic gesehen hatte, wollte ich das Ding sehen und ich muss sagen nach kurzem Test bin ich begeistert. Das Teil ist schnell, wahnsinnig schnell wenn man von Firefox kommt und immer noch ein Meilenstein wenn man Opera kennt. Diese V8 für das Javascript wirkt scheinbar echte Wunder. Aber nicht nur Seiten mit Javascript werden schnell gerendert, auch “normale” Webseiten sind viel fixer aufgebaut als mit Firefox oder sogar Opera.

Das ist das erste was auffällt, ein unglaublich schneller Seitenaufbau. Auch sonst sieht Chrome richtig gut aus. Knöpfe gibt es nur für das nötigste. Eigentlich gibt es genau 3: Vor, zurück und “Seite neu laden”. Tabs lassen sich auch einfach per Drag-and-Drop in ein eigenes Fenster umwandeln, was ziemlich praktisch ist wenn man mehrere Monitore besitzt. Stürzt ein Tab ab, soll da jeder Tab ein eigener Prozess ist nur der eine Tab “sterben” und nicht der komplette Browser. Allerdings hab ich das trotz hartnäckiger Versuche nicht geschafft.

Ach sehr praktisch ist das eigentlich alle Tastenkombinationen vom Firefox abgeguckt wurden, so findet man sich sofort zurecht und kann ziemlich schnell mit Chrome arbeiten.

Öffnet man einen neuen Tab werden eine Lesezeichenleiste und die am häufigsten Besuchten Seiten angezeigt. Ähnlich wie man das von Operas “Speedial” kennt.

Kleinere Probleme scheinen die noch Flash zu haben. Seiten die Flash enthalten brauchen verglichen mit dem Rest ziemlich lange bis sie fertig geladen sind. Außerdem besteht Chrome im Moment den Acid2 Test noch nicht. Acid3 hätte ich jetzt gerne probiert, da schein ich aber nicht der einzige zu sein. Auf jeden Fall geht die Seite gerade nicht.

Ach ja, auch die Standardsuchmaschine kann man einstellen :D Da wird man sogar direkt nach der Installation nach gefragt: “Wollen sie Google als Standardsuchmaschine behalten?”.

Das einzige was zu einem wirklich gutem Browser jetzt noch fehlt sind Mausgesten und eine ordentliche Unterstützung für Bookmarkdienste wie del.icio.us, aber ansonsten hat Google da mal wieder ein richtig schönes Stück Software rausgehauen. Ich schätze mal die kommen in ca. 1 Jahr auf 20% Marktanteil oder mehr. Auf jeden Fall ist Chrome eine neue Stufe im “Browserkrieg” und wird wohl vor allem Firefox Marktanteile kosten.

Das soll für einen ersten kleinen Test mal reichen.

Identität im Web 2.0

Kai 2. September 2008

Ich bin kein allzu großer Freund von Portalen wie studiVZ. Allerdings ist es auf Dauer kaum zu vermeiden sich dort anzumelden. Gar nicht unbedingt weil der “soziale Druck” zu groß ist, sondern einfach um zu verhindern das jemand anderes dort dumme Dinge unter meinem Namen anrichtet.

Es ist ja kein Geheimnis das z.B. die BILD Zeitung gerne mal studiVZ Einträge als Beweiß für die Gesinnung eines Menschen heranzieht oder auch Fotos von dort verwendet. Da kann man jemanden so richtig schön mit in die Scheiße reiten. Denn kontrollieren ob ich wirklich der Hans Müller bin mit dessen Namen und Studienort ich mich dort anmelde kann (und will) studiVZ gar nicht.

Es ist also eigentlich notwendig in allen größeren Portalen Accounts zu verwalten, will man verhinder das irgendwann mal Dinge wie “Der Kai T. tritt auch gerne mal als Nazi mit Hakenkreuzfahne in der Hand auf. (Fotoquelle: Internet)” lesen will.

Dabei glaube ich kaum das dort Rücksicht auf die Existenz von Photoshop und ähnlichem genommen wird. Erstmal gedruckt hätte man dann ein ziemlich großes Problem, egal ob wahr oder unwahr.

Also melde ich mich doch lieber selber an und habe damit zumindest mal die Hoheit über das was dort unter meinem Namen veröffentlicht wird.

Passpack

Kai 26. August 2008

Ok, ich hatte da neulich etwas nicht ganz so nettes über passpack.com geschrieben. Die Idee erschien mir erstmal total abwegig.

Beschäftigt man sich aber mal etwas genauer mit der Idee und der Technik die diese Leute verwenden um Sicherheit der Passwörter zu garantieren, so stellt man fest das der Ansatz gar nicht so schlecht ist wie ich anfangs dachte ;)

Das Problem so eines Dienstes ist ja eigentlich nicht das “sichere” speichern der Passwörter, sondern die Tatsache das eben auch der Betreiber selbst die Passwörter nicht lesen kann. Passpack löst das eigentlich ziemlich geschickt. Die Passwörter werden dort in sogenannten “Packs” gespeichert, diese werden per AES verschlüsselt und im Browser via Javascript verwaltet. Es wird also nie ein Passwort in diesem Pack im Klartext auf deren Server übertragen, sondern immer nur ein mit einer Passphrase verschlüsselter “Pack”. Diese Passphrase muss niemals an Passpack.com geschickt werden sondern verbleibt immer auf dem Client (Browser).

Soweit die Theorie. Setzt man diese Idee konsequent um, ist gegen einen solchen Dienst eigentlich nicht mehr viel einzuwenden. Auf jeden Fall kann niemand die dort abgelegten Passwörter entschlüsseln solange er nicht auch meine Passphrase kennt.
Problematisch bleibt natürlich die Tatsache das man passpack.com einfach glauben muss das tatsächlich nur der verschlüsselte Pack übertragen wird. Ich mein, es ist schließlich ein Browser und kein Mensch weiß so genau was das Javascript da so mit meinen Daten veranstaltet ;) Zumindest für “semi-kritische” Passwörter benutz ich passpack im Moment auf jeden Fall, denn die Idee an sich gefällt mir eigentlich ziemlich gut.
Außerdem scheinen sich die Leute dort tatsächlich ziemlich viele Gedanken um die Sicherheit der Daten zu machen. Das jedenfalls schließe ich aus dem Passpack Blog.

Sollte jemand einen echten Kritikpunkt finden bin ich da ganz Ohr. Irgendetwas hällt mich nämlich davon ab dort meine Bankdaten zu hinterlegen und das muss ja schließlich einen Grund haben. Ich bin aber noch nicht dahinter gekommen. Vieleicht ist es einfach nur meine Abneigung dagegen meine Daten auf fremden Servern abzulegen. Vieleicht gibt es aber auch eine tatsächliche Schwachstelle in der Technik,…

Windows runterfahren und Truecrypt

Kai 11. August 2008

Seit einiger Zeit ließ sich mein Windows XP nicht mehr herunterfahren. Anstelle den Rechner am Ende des Shutdown auszuschalten blinkte mir nur ein Bluescreen mit den Stopcodes 0×00000077 oder 0×0000007A an. Das sagte mir das dies irgendetwas mit dem Pagefile zu tun hat und nach langem suchen hab ich dann auch den Schuldigen ausfindig gemacht: Truecrypt.

Steht ja nämlich auch da, unter den bekannten Problemen wenn man seine Systempartition verschlüsselt,…

Scheint also nicht weiter schädlich zu sein. Hab aber trotzdem mal, wie empfohlen das hier eingestellt: http://support.microsoft.com/kb/314834 Scheint zu helfen!

Radtour: Chemnitz->Fichtelberg

Kai 10. August 2008

Nach der Runde durchs flache Holland wollte ich auch mal wieder einen Berg hochfahren :)


Radroute 64944 – powered by Bikemap 

Radtour: Julianadorp->Nordhorn

Kai 4. August 2008

Ich war für ein paar Tage mit meinem Vater in Holland unterwegs. Das ist dabei rausgekommen.

Eine Radtour so flach wie man sich Holland eben vorstellt. Aber schön wars und gutes Wetter hatten wir auch.


Radroute 61920 – powered by Bikemap 

Fotos gibt es natürlich auch ein paar:

Julianadorp-Nordhorn (Sommer 2008)

How i feel.

Kai 4. August 2008

Das triffts gerade ganz gut,…

*kaffeekoch* :)

(via)

Die menschliche Dummheit ist unendlich!

Kai 14. Juli 2008

Manchmal verzweifelt man ja, einfach so. Gerade war so ein Moment.

Da hab ich www.passpack.com entdeckt und im selben Atemzug festgestellt das es tatsächlich mehrere solcher Dienste gibt.

Also mal wirklich während man über Sinn und Unsinn von Passwortgeneratoren ja noch streiten kann, stellt sich bei solchen Diensten dann doch die Frage ob da draußen wirklich eine kritische Masse an Menschen mit 0 Intelligenz rumläuft.

Ich benutz ja auch Passwort Safes, weil ich der Meinung bin das die immer noch mehr Sicherheit bringen als überall das gleiche Passwort zu benutzen ich aber keine Lust habe mir ca. 50 verschiedene Passwörter incl. dazugehörigem Dienst zu merken. Von daher generiere ich mir halt auch Passwörter und speicher die lokal mit einem Masterpasswort ab.

Aber Passwörter speichern (natürlich verschlüsselt,… *zwinker*) bei Drittanbietern,…. da fällt mir echt nichts mehr drauf ein. Das ist in etwa genauso sinnvoll wie das hier: sshkeygen.com. Bis auf den Unterschied das man bei letzterem die Satire irgendwie noch erahnen kann. Die von Passpack meinen das glaube ich wirklich ernst.

Ich glaub ich geh jetzt hin und bau einen PIN/TAN-MegaSecureSafeWeb2.0 Dienst. Unglaublich so was.

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